Robin Stohler

KI-Webdesign und Webentwicklung aus Zürich

seit 2026

Praxis Predigerhof

praxis-predigerhof.ch

Bildschirmfoto der Website Praxis Predigerhof

Aus einer leerstehenden Galerie am Zähringerplatz in der Zürcher Altstadt ist eine Praxisgemeinschaft mit vier Räumen geworden. Ich habe die Projektleitung im Umbau übernommen, die Räume eingerichtet, die Website gestaltet und die Buchungsplattform gebaut, über die sich die Therapieräume stundenweise oder im Halbtagesblock mieten lassen.

Die Ausgangslage

Am Zähringerplatz in der Zürcher Altstadt stand eine ehemalige Galerie leer: hohe Decken, viel Tageslicht, ein offener Grundriss, der für Bilder gebaut war und nicht für Gespräche. Daraus sollte eine Praxisgemeinschaft werden, in der Fachpersonen aus Therapie, Beratung und Coaching Räume mieten, ohne einen eigenen Mietvertrag über Jahre einzugehen.

Das ist ein Projekt mit zwei Hälften, die sich gegenseitig bedingen. Die eine ist baulich: Wände, Schallschutz, Licht, Möblierung. Die andere ist betrieblich: Wer bucht wann welchen Raum, zu welchem Preis, und wer merkt es, wenn zwei Buchungen kollidieren. Ich habe beide Hälften verantwortet.

Was entstanden ist

Eine Praxis mit vier Räumen, Wartezimmer, Küche und Dachterrasse, die seit April 2026 in Betrieb ist — und eine Website, über die sich diese Räume ohne Rückfrage buchen lassen.

  • Projektleitung des Umbaus, von der Planung bis zur Übergabe
  • Einrichtung der vier Praxisräume, des Wartezimmers und der Terrasse
  • Gestaltung und Umsetzung der Website
  • Buchungsplattform für die Raumvermietung, stundenweise und im Halbtagesblock
  • Preis- und Slotmodell, das den Betrieb ohne tägliche Absprachen trägt

Im Einzelnen erklärt

Eine Galerie ist kein Therapieraum

Der Reiz des Raums war von Anfang an das Licht. Das Problem war der Schall. In einer Galerie darf man einander hören; in einer Praxis ist Vertraulichkeit die Voraussetzung dafür, dass überhaupt etwas gesagt wird.

Die Trennung folgt deshalb zwei verschiedenen Anforderungen: schalldichte Wände dort, wo Licht verzichtbar ist, und eine Glaswand mit Schall- und Sichtschutz dort, wo das Lichtkonzept sonst zerfallen wäre. Wer nur Wände hochzieht, bekommt vier dunkle Zimmer und hat den Grund weggeräumt, aus dem sich der Raum überhaupt lohnte.

Einrichtung als Teil der Arbeit

Ein Therapieraum wird nicht dekoriert, er wird eingerichtet. Sitzabstand und Sitzwinkel entscheiden mit darüber, wie ein Paargespräch verläuft. Dimmbares Licht ist kein Komfortmerkmal, sondern erlaubt es, denselben Raum am Vormittag für ein Erstgespräch und am Abend für eine Gruppe zu nutzen.

Weil die Räume wechselnd belegt sind, musste die Einrichtung ausserdem für Fachpersonen funktionieren, die ich nicht kenne. Sie ist deshalb neutral genug für verschiedene Arbeitsweisen und vollständig genug, dass niemand etwas mitbringen muss.

Die Buchungsplattform

Raumvermietung scheitert selten am Raum und oft an der Verwaltung. Wenn jede Anfrage per Mail beantwortet und jede Belegung von Hand nachgetragen wird, wächst der Aufwand mit jeder Buchung — und die Doppelbelegung kommt zuverlässig genau dann, wenn niemand Zeit hat, sie aufzulösen.

Die Plattform kehrt das um: Verfügbarkeiten stehen online, eine Buchung bestätigt sich selbst, und die Belegung ist zu jedem Zeitpunkt der eine gültige Stand. Einzelne Zweistundenblöcke lassen sich direkt buchen, ohne Mietvertrag und ohne Kündigungsfrist. Wer regelmässig arbeitet, fragt stattdessen einen festen Slot an und bekommt ein Angebot.

Warum Slots und nicht Stunden

Der Tag ist in drei Blöcke zu fünf Stunden geteilt: Morgen, Mittag, Abend. Das ist eine betriebliche Entscheidung, keine gestalterische. Eine Praxis, die im Viertelstundentakt vermietet wird, verbringt ihre Zeit mit Wechseln und Lüften, und die Fachperson kann keine Termine planen, weil sie nie weiss, ob der Anschlussraum frei ist.

Mit Halbtagesblöcken plant eine Therapeutin ihren Vormittag am Stück, und die Praxis hat pro Tag drei statt zwanzig Übergaben. Der stundenweise Zugang bleibt daneben bestehen, für alle, die den Raum nur gelegentlich brauchen.

Belegung nach Fachgebiet

Die Tage werden nach Möglichkeit thematisch belegt: ein Tag für EFT, einer für Sexualtherapie, einer für ADHS. Das kostet Flexibilität in der Vermietung und bringt etwas ein, das sich nicht buchen lässt — Fachpersonen desselben Gebiets treffen sich im Wartezimmer, und daraus wird Intervision.

Wonach bei Praxisräumen gesucht wird

Die Suche nach einem Therapieraum verläuft anders als die nach einer Behandlung. Gesucht wird nach «Praxisraum mieten Zürich», «Therapieraum stundenweise», «Coachingraum Altstadt» — Anfragen mit klarer Absicht, geringem Volumen und wenig Wettbewerb.

Solche Anfragen lohnen sich, weil fast jede davon zu einer Besichtigung führen kann. Entscheidend ist, dass die Seite die Angaben nennt, nach denen tatsächlich entschieden wird: Preis, Zeitfenster, Lage, Ausstattung. Wer diese Angaben hinter ein Anfrageformular stellt, verliert die Hälfte der Interessierten vor dem ersten Kontakt.

Preise auf die Seite, nicht ins Gespräch

Preise offen zu nennen ist bei Raumvermietung unüblich und hier eine bewusste Entscheidung. Wer ohne Preis anfragt, fragt oft, um ihn zu erfahren, und springt danach ab. Diese Gespräche kosten Zeit und führen zu nichts.

Stehen die Preise auf der Seite, kommen weniger Anfragen und mehr Abschlüsse. Für die Auffindbarkeit hat es denselben Effekt: «Praxisraum Zürich Preis» ist eine häufige Anfrage, und beantworten kann sie nur, wer den Preis auch hinschreibt.

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