Die Ausgangslage
Eine Gemeinschaftspraxis für Sexualtherapie und Paartherapie in Uster, getragen von zwei Fachfrauen: Esther Elisabeth Schütz, Gründerin des Instituts für Sexualpädagogik und Sexualtherapie, und Rahel Bühler. Zwei Personen mit eigenen Schwerpunkten unter einem gemeinsamen Dach — und genau das war die Aufgabe.
Sexualtherapie ist ein Feld, in dem die Website mehr leisten muss als bei anderen Angeboten. Wer hier sucht, tut das meist allein, abends, und nach etwas, worüber er mit niemandem gesprochen hat. Die Hürde liegt nicht beim Finden, sondern beim Anrufen.
Dazu ein Thema, bei dem Gestaltung schnell danebengreift: zu nüchtern wirkt kalt, zu einladend wirkt anzüglich. Beides kostet genau die Menschen, um die es geht.
Was entstanden ist
Ein Auftritt für zwei Therapeutinnen mit gemeinsamer Praxis und getrennten Profilen, aufgebaut um die eine Frage, mit der Suchende ankommen: Ist mein Anliegen hier richtig?
- Gestaltung und Umsetzung des Auftritts
- Struktur für eine Gemeinschaftspraxis mit zwei eigenständigen Profilen
- Themenliste als Einstieg statt einer Beschreibung der Methode
- Angebot, Dauer, Kosten und Absagefristen offen ausgewiesen
- Publikationsverzeichnis für die Fachliteratur der Praxis
- Zurückhaltende Bildsprache aus den eigenen Praxisräumen
- Suchmaschinenarbeit: Zuschnitt auf die Anliegen, mit denen tatsächlich gesucht wird
Im Einzelnen erklärt
Die Themenliste ist der Eingang
Auf der Startseite steht keine Methodenbeschreibung, sondern eine Liste von Anliegen: Lustlosigkeit, Erektionsstörungen, Schmerzen beim Verkehr, Vaginismus, dranghafte Sexualität, Unsicherheiten in der Beziehungsform, Sexualität nach einer Krebserkrankung.
Das ist kein Suchmaschinentrick, sondern der Kern der Sache. Wer ein sexuelles Anliegen hat, weiss selten, wie es fachlich heisst, und ist unsicher, ob es überhaupt «schlimm genug» ist für eine Therapie. Eine Liste, in der die eigene Situation vorkommt, beantwortet diese Frage in zwei Sekunden — und zwar mit Ja.
Nebeneffekt: Genau diese Formulierungen tippen Menschen auch in eine Suchmaschine. Die Liste bedient damit dasselbe Bedürfnis zweimal.
Zwei Personen, eine Praxis
Eine Gemeinschaftspraxis hat ein Darstellungsproblem, das nach aussen nie sichtbar werden darf. Nach innen sind es zwei selbständige Fachfrauen mit eigenen Qualifikationen, eigenen Schwerpunkten und eigener Erreichbarkeit. Nach aussen soll ein Ort erscheinen, an dem man richtig ist.
Gelöst über zwei Ebenen: Die Praxis tritt als Ganzes auf, mit einer gemeinsamen Adresse und einem gemeinsamen Verständnis von Sexualtherapie. Darunter liegt für jede Therapeutin ein eigenes Profil mit Werdegang, Qualifikationen und eigenem Kontaktweg. Wer eine bestimmte Person sucht, findet sie; wer nur ein Anliegen hat, muss sich nicht entscheiden.
Kosten und Bedingungen gehören auf die Seite
Stundenansätze, Sitzungsdauer, die Absagefrist und der Hinweis, dass die Krankenkasse nicht zahlt: Das steht offen da, nicht auf Anfrage. Ebenso der Sozialtarif und der Anteil des Arbeitsvolumens, für den er gilt.
Bei einem Thema mit hoher Hemmschwelle ist Preistransparenz kein Nachteil, sondern eine Entlastung. Wer nicht anrufen muss, um den Preis zu erfahren, hat eine Hürde weniger — und die Praxis führt keine Gespräche, die am Geld scheitern.
Bilder aus den eigenen Räumen
Die Fotografien zeigen die Praxis selbst: warme Wandfarben, Tageslicht, Sessel, in denen zwei Menschen einander gegenübersitzen können. Keine Bildagentur, keine gestellten Paare, keine Symbolik.
Das ist bei diesem Thema die einzige tragfähige Entscheidung. Ein gekauftes Foto von einem lachenden Paar am Strand verspricht etwas, das eine Therapie nicht einlöst. Ein Bild des Raums beantwortet dagegen eine Frage, die viele vor dem ersten Termin haben: Wie ist es dort?
Publikationen als Fachausweis
Die Praxis führt ein eigenes Verzeichnis von Büchern und Fachbeiträgen. Für Suchende ist das ein Beleg, der über jede Selbstbeschreibung hinausgeht: Wer zu einem Thema veröffentlicht hat, arbeitet nachweislich darin.
Für die Auffindbarkeit ist es der Teil mit der grössten Reichweite, weil Buchtitel und Fachbegriffe Suchanfragen bedienen, die eine Praxisseite sonst nie erreicht.
Bildschirmfotos
Startseite, Praxisteam, Angebot, die beiden Profile, das Publikationsverzeichnis und die Kontaktseite.






