Mailchimp-Schulung in Zürich

Ich komme zu Ihnen ins Haus, und wir arbeiten einen halben oder einen ganzen Tag an Ihrem Mailchimp-Konto: an Ihren Listen, Ihren Gruppen, Ihren Vorlagen. Wenn ich wieder gehe, läuft eine Automation, die vorher nicht lief, und gebaut haben sie die Leute, die sie danach bedienen.

Sitzender Schimpanse, aus roten Rasterpunkten aufgebaut

Warum im eigenen Haus

Offene Tageskurse zu Mailchimp gibt es in Zürich genug, und sie kosten pro Person meist zwischen 700 und 1’000 Franken. Man lernt dort die Oberfläche kennen. Zurück am Arbeitsplatz sieht das eigene Konto anders aus: Die Listen sind über Jahre gewachsen, die Hälfte der Kontakte hat unklare Herkunft, das Anmeldeformular auf der Website schreibt in eine Gruppe, die niemand mehr pflegt. Der Kurs hat davon nichts gewusst.

Deshalb schaue ich vor dem Termin in Ihr Konto und baue den Tag um das herum, was dort tatsächlich liegt. Die Übungen sind Ihre Fälle. Was an diesem Tag eingerichtet wird, bleibt eingerichtet.

Der zweite Grund ist banal und trotzdem entscheidend: Ein ganzer Tag im Haus kostet 2’900 Franken für bis zu zehn Personen. Sobald drei Leute hingehen würden, ist der offene Kurs teurer.

Wer im Raum sitzt

Die Leute, die das Konto danach bedienen. In der Regel sind das zwei bis sechs Personen aus Sekretariat, Kommunikation und Geschäftsleitung. Zehn gehen auch. Ab da wird es eine Vorführung, und davon bleibt wenig hängen.

Programmierkenntnisse braucht niemand. Wer einen Serienbrief in Word zustande bringt, kommt mit. Was hilft, ist Zugriff: Am Kurstag sollte jemand im Raum sitzen, der die Zugangsdaten hat und entscheiden darf, dass etwas geändert wird.

Was Sie danach selbst können

Das hier tun Sie am Tag nach der Schulung ohne mich:

  • Eine mehrstufige Automation einrichten, ändern und wieder anhalten, ohne jemanden zu fragen
  • Eine Empfängerliste daraufhin prüfen, welche Adressen eine belegte Einwilligung haben und welche nicht angeschrieben werden dürfen
  • Kontakte über Tags und Merge-Felder so ordnen, dass ein Versand an eine einzelne Kursgruppe zwei Minuten dauert
  • Unterscheiden, welche Zahl im Bericht etwas aussagt und welche seit Apples Mail Privacy Protection ein Messartefakt ist
  • Bild und Text mit KI-Werkzeugen erzeugen, und begründen, wann Sie das bleiben lassen
  • Beim ganzen Tag zusätzlich: einen Schlüssel, einen Webhook und eine Fehlermeldung so weit lesen, dass Sie beim Support die richtige Frage stellen

Der letzte Punkt klingt technisch und ist der wirtschaftlichste. Wer eine Fehlermeldung deuten kann, ruft mich nicht an, wenn ein Lauf hängt.

Wie ein Tag abläuft

Etwa zwei Drittel der Zeit sitzen Sie selbst an der Tastatur. Ich zeige etwas, Sie machen es im eigenen Konto nach, und weil es Ihre Daten sind, tauchen dabei sofort die Fragen auf, die in einem Musterkonto nie entstehen.

  1. Bestandsaufnahme. Wir gehen durch, was im Konto liegt: Listen, Gruppen, Tags, alte Kampagnen. Meistens ist der erste Befund, dass drei Listen dasselbe meinen.
  2. Die erste Strecke. Eine Willkommensserie, live gebaut, mit Ihren Texten. Auslöser, Wartezeiten, Bedingungen, Abbruch.
  3. Ordnung in den Kontakten. Tags gegen Gruppen gegen Merge-Felder, und wann was. Danach ein Testversand an genau eine Kursgruppe.
  4. Inhalt, der nicht jede Woche neu erfunden wird. Vorlagen, wiederverwendbare Bausteine, und die Bildfrage.
  5. Messen. Welche drei Zahlen Sie ansehen und welche Sie ignorieren.
  6. Ganzer Tag: die Verbindungen nach aussen. Formular auf der Website, Schnittstellen, Fehlerfälle.

Der halbe Tag endet nach Punkt fünf. Er reicht, wenn Sie in Mailchimp bleiben. Sobald andere Systeme mitreden sollen, brauchen Sie den ganzen.

Die Verbindungen, um die es geht

Mailchimp allein ist ein Versandwerkzeug. Interessant wird es, wo es an anderes andockt — dort verschwindet die Handarbeit, und dort geht auch am meisten schief. Was ich einrichte und im Kurs erkläre:

Weg einer Anmeldung durch die Werkzeuge Das Anmeldeformular auf der Website schreibt nach Mailchimp. Von dort geht der Kontakt in die Kursverwaltung und in eine Strecke, die den Empfänger zur richtigen Zeit erreicht. Bild und Text für diese Strecke entstehen in Canva, in einem Bildgenerator und mit einem Sprachmodell. 01 02 03 04 Anmeldeformular Mailchimp Strecke Empfänger Kursverwaltung Bild und Text auf Ihrer Website Liste · Tags · Einwilligung Auslöser · Wartezeit · Regel zur richtigen Zeit oder CRM Canva · fal.ai Sprachmodell
Der Weg einer Anmeldung. Am halben Tag richten wir 02 und 03 ein, am ganzen Tag kommen 01, die Kursverwaltung und die Bildstrecke dazu.
  • Website und Formular nach Mailchimp. Eine Anmeldung landet mit doppelter Bestätigung, festgehaltenem Zeitpunkt und einem Herkunftsmerkmal in der richtigen Gruppe. Ohne Herkunftsmerkmal weiss später niemand, woher eine Adresse stammt, und genau das müssen Sie im Zweifel belegen können.
  • Mailchimp nach CRM oder Kursverwaltung. Wer sich anmeldet, taucht dort auf, wo die Anmeldung bearbeitet wird.
  • Bildvorlagen aus Canva. Ein Layout liegt fest, Text und Motiv werden über die Schnittstelle eingesetzt. Zwanzig Kursbilder entstehen in der Zeit, die vorher eines gekostet hat.
  • Bilder aus Generatoren wie Midjourney oder fal.ai, für Motive, die es als Foto nicht gibt. Dazu die Frage, wann ein erzeugtes Bild passt und wann es peinlich wird — im Gesundheitsbereich meistens Letzteres.
  • Zapier oder Composio als Klebstoff. Für zwei, drei Verbindungen ist das der schnellste Weg. Ab einer gewissen Zahl an Läufen wird es teuer und unübersichtlich, und dann lohnt sich ein eigenes Skript. Wo die Grenze liegt, rechnen wir im Kurs an Ihren Zahlen durch.

Wie so eine Strecke aussieht, wenn ich sie ganz baue, steht unter Marketing-Automation. Die Bausteine dafür sind unter Preise für KI-Projekte aufgeführt.

Wo künstliche Intelligenz hilft und wo sie stört

Sprachmodelle sind gut darin, aus einem fertigen Gedanken fünf Betreffzeilen zu machen, einen zu langen Absatz zu kürzen oder einen deutschen Text ins Französische zu bringen. Das spart pro Versand eine halbe Stunde, und diese Handgriffe üben wir.

Den Gedanken müssen Sie haben. Ein Newsletter, dessen Inhalt aus dem Modell stammt, liest sich wie jeder andere und sagt Dinge, die Ihre Empfänger schon woanders gelesen haben. Bei Weiterbildungen und Beratungsangeboten fällt das besonders auf, weil die Leute wegen der Person lesen.

Automatisiert wird die Produktion. Was drinsteht, bleibt bei der Fachperson.

Was rechtlich gilt

Für Werbemails an Schweizer Empfänger gilt Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG: Es braucht eine Einwilligung, einen korrekten Absender und in jeder Nachricht einen einfachen Weg zur Abmeldung. Verstösse sind nach Art. 23 UWG strafbar. Praktisch heisst das doppelte Anmeldebestätigung, dokumentierter Zeitpunkt und Abmeldung mit einem Klick.

Weil Mailchimp die Daten in den USA verarbeitet, braucht es eine Vereinbarung zur Auftragsbearbeitung nach Art. 9 DSG. Seit dem 15. September 2024 hilft dabei das Swiss-U.S. Data Privacy Framework, sofern der Anbieter zertifiziert ist. Ob er zertifiziert ist, sehen wir im Kurs für Ihr Konto nach.

Der häufigste Fall in der Praxis ist die alte Excel-Liste, die jemand einspeisen möchte. Meist geht das nicht. Ohne belegte Einwilligung fehlt die Grundlage, und der Versand an tote Adressen beschädigt zusätzlich die Zustellbarkeit Ihrer Domain. Die zurückzugewinnen ist mühsamer als jede Adresse. Ausführlich steht das im Beitrag Newsletter in der Praxis: Datenschutz.

Was es kostet

  • Halber Tag, vier Stunden: 1’900 Franken. Vorbereitung an Ihrem Konto, Schulung, schriftliche Ablaufdokumentation.
  • Ganzer Tag, acht Stunden: 2’900 Franken. Dazu die Verbindungen nach aussen, im Kurs eingerichtet und in Betrieb genommen.
  • Begleitung über acht Wochen: 2’400 Franken. Vier Sitzungen à 90 Minuten, Umsetzung dazwischen bei Ihnen.
  • Einzelne Stunden danach: 165 Franken. Für einzelne Fragen zwischendurch.

Bis zehn Teilnehmende kostet der Tag gleich viel. In der Stadt Zürich ist die Anfahrt inbegriffen, ausserhalb kommt die Reisezeit zum Stundensatz dazu.

Wenn Sie die Strecke lieber gebaut haben möchten, ist die Marketing-Strecke der richtige Posten: ab 3’900 Franken Einrichtung und 190 im Monat.

Häufige Fragen

Müssen wir Mailchimp schon im Einsatz haben?

Nein. Wenn es noch keines gibt, richten wir das Konto im Kurs ein, und Sie sehen dabei, warum die Grundeinstellungen so gesetzt werden. Was Sie mitbringen müssen, ist die Berechtigung, Entscheidungen zu treffen: Absenderadresse, Domain-Einträge, Umgang mit den bestehenden Kontakten.

Halber oder ganzer Tag — woran entscheide ich das?

An der Frage, ob andere Systeme mitreden sollen. Wenn Sie Newsletter und Automationen innerhalb von Mailchimp beherrschen wollen, reicht der halbe Tag. Sobald Anmeldeformular, Kursverwaltung, CRM oder Bildproduktion angebunden werden, brauchen Sie den ganzen, sonst bleibt die Hälfte Theorie.

Brauchen die Teilnehmenden Vorkenntnisse?

Keine technischen. Wer einen Serienbrief hinbekommt, kommt mit. Hilfreich ist, wenn eine Person die bestehenden Listen kennt und sagen kann, woher die Adressen stammen — diese Frage kommt am Vormittag und lässt sich schlecht raten.

Geht das auch online?

Ja, dann in zwei Blöcken an zwei Tagen. Acht Stunden Bildschirmschulung am selben Tag funktionieren nicht, das kann man dreimal versuchen und dreimal aufgeben. Vor Ort ist es wirksamer, weil ich über die Schulter schauen kann.

Was, wenn sich herausstellt, dass unsere Adressliste rechtlich nicht sauber ist?

Dann wird das zum ersten Thema des Tages, und das ist gut investierte Zeit. Wir trennen, was belegt ist, von dem, was es nicht ist, und bauen für den zweiten Teil eine Aktion zur erneuten Einwilligung. Das kostet Adressen und schützt vor einem Verfahren nach Art. 23 UWG.

Bekommen wir Unterlagen?

Sie bekommen eine Ablaufdokumentation zu dem, was in Ihrem Konto eingerichtet wurde: welcher Auslöser was startet, welche Felder gepflegt werden müssen, woran man einen Fehler erkennt. Beschrieben wird Ihr Konto, deshalb schlägt man sie ein halbes Jahr später auch wirklich wieder auf.

Und wenn wir zwei Wochen später doch nicht weiterkommen?

Für einzelne Fragen gibt es den Stundensatz von 165 Franken. Wenn absehbar ist, dass es mehr wird, ist die Begleitung über acht Wochen für 2’400 Franken günstiger: vier Sitzungen à 90 Minuten, dazwischen setzen Sie um, und in der nächsten Sitzung schauen wir es zusammen an.

Schulen Sie nur im Gesundheitsbereich?

Nein. Der grösste Teil meiner Projekte liegt bei Instituten, Praxen und Fachverbänden, und daher kommen die Beispiele. Mailchimp verhält sich in einer Anwaltskanzlei, einem Verein oder einem Handelsbetrieb aber gleich. Was sich unterscheidet, ist die Frage, wie heikel die Empfängerliste ist.

Wie viel künstliche Intelligenz steckt in so einem Tag?

Etwa eine Stunde, ehrlicherweise. Sprachmodelle für Betreffzeilen, Kürzungen und Übersetzungen, Bildgeneratoren für Motive, die es als Foto nicht gibt. Der Rest des Tages ist Handwerk an Listen, Auslösern und Schnittstellen. Dort liegt der Zeitgewinn.

Warum bieten Sie keine offenen Kurse mit festen Terminen an?

Weil am eigenen Konto mehr hängen bleibt. In einem offenen Kurs übt man an Beispieldaten, und die eigenen Listen mit ihrer eigenen Unordnung sieht man erst am Montag danach wieder. Ausserdem lohnt sich der offene Kurs für Sie erst bei ein bis zwei Teilnehmenden; ab drei ist die Mailchimp-Schulung im eigenen Haus günstiger.

Wie Sie anfangen

In einem kostenlosen Erstgespräch von zwanzig Minuten klären wir, was in Ihrem Konto liegt und ob für Ihre Mailchimp-Schulung der halbe oder der ganze Tag passt. Danach bekommen Sie einen Terminvorschlag und eine kurze Liste dessen, was am Kurstag bereitliegen sollte: Zugänge, die bestehenden Listen und eine Vorstellung davon, wen Sie eigentlich regelmässig erreichen wollen.